22. April 1990
28. Stiftungsfest
28. Stiftungsfest – Feiern im Zeichen einer neuen Zeit
Am 22. April 1990 feierten wir unser 28. Stiftungsfest – mit einem Festkommers im Pfarrzentrum St. Augustin und unseren Chargen in Wichs vor der Pfarrkirche St. Augustin, wenige Monate nach dem Fall der innerdeutschen Grenze.
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Nach dem Festgottesdienst versammelten sich unsere Chargen zum traditionellen Gruppenbild vor der Pfarrkirche St. Augustin – ein Bild, das wie jedes Jahr die Kontinuität unserer Verbindung zeigt, in diesem Jahr aber vor dem Hintergrund einer besonderen historischen Stunde entstand. Der Fall der Berliner Mauer im November 1989 hatte auch für uns als katholische Studentenverbindung eine neue Zeit eingeläutet: Wege, die jahrzehntelang verschlossen gewesen waren, öffneten sich plötzlich wieder.
Beim anschließenden Festkommers im Pfarrzentrum St. Augustin spürten wir diese Aufbruchsstimmung deutlich. Zwischen Reden, Liedern und dem geselligen Beisammensein mit Bundesbrüdern, Alten Herren und Freunden war viel von den politischen Umbrüchen die Rede – und von der Hoffnung, dass sich nun auch für studentische Verbindungen in den neuen Bundesländern und darüber hinaus neue Begegnungen ergeben würden.
Es sollte nicht lange dauern, bis aus dieser Hoffnung Wirklichkeit wurde: Nur wenige Wochen nach unserem 28. Stiftungsfest brachen wir zu unserer ersten gemeinsamen Reise nach Thüringen auf – ein Zeichen dafür, dass studentische Freundschaft stärker ist als politische Grenzen, die so lange getrennt hatten.
