Ansprache des Seniors zur Semesterantrittskneipe

Hohe Corona! Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich als Senior klare Worte finden muss – und finden will! Ich beschönige an dieser Stelle nichts: Wir leben in widrigen Zeiten! Dieses Semester ist eines, das – trotz der erneuerten Stärke unserer Activitas – nicht nur von positiven Impulsen geprägt sein wird. Unsere Heimat haben wir verloren. Die katholische Pfarrgemeinde St. Augustin, die uns über viele Jahrzehnte begleitet hat, die uns stets Heim und Hort gewesen ist – sie will uns nun aus ihren Räumlichkeiten entfernt sehen. Wir stehen also heimatlos da, aber – durchaus nicht perspektivlos! Mit unerschütterlichem brüderlichem Zusammenhalt steht Thuringia auch weiterhin im protestantischen Coburg als Schutz- und Trutzburg für alle katholischen jungen Akademiker, die sich nicht zuhause fühlen bei unseren lieben, schlagenden Farbenbrüdern, die darob nur bei uns eine Heimat finden können. Und, liebe Bundesbrüder: Wir haben es geschafft! Ja, Thuringia hat es geschafft! Aus einem Stand der Unbekanntheit – ja, ich sage es ganz offen: aus einem Stand der Irrelevanz – im CV und in Coburg, ist eine neue, tatkräftige und unerschütterliche Activitas hervorgegangen! An eurer Anwesenheit heute, meine Farben-, Cartell- und Bundesbrüder, an der Anwesenheit von euch, liebe Gäste, liebe Damen – ist das zu erkennen. Vor einem Jahr? Undenkbar! Zu dritt fanden unsere Aktivenabende statt! Bilbo – lieber Bruder, dich möchte ich an dieser Stelle noch einmal persönlich ansprechen:Ohne dich wäre das nicht geschehen! Dein Name und dein Wirken werden auf ewig mit dem erneuten Erstarken unsererThuringia verbunden sein! Darauf: Prost Corona! Doch vergessen wir bei allem nicht, was uns im Kern ausmacht:Die Prinzipien des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen, die wir leben und vertreten:Religio – Amicitia – Scientia – Patria! Der Glaube, der uns trägt. Die Freundschaft, die uns verbindet. Die Wissenschaft, dieuns bildet. Und nicht zuletzt – unser Vaterland, dem wir in Liebe und Treue verpflichtet sind. Liebe Gäste, liebe Farbenbrüder, liebe Cartellbrüder, liebe Bundesbrüder:Die Geschichte lehrt uns eines – wann immer es den deutschen studentischen Bünden schlecht geht, dann geht es auch unserem Vaterland schlecht. Wir leben heute in Zeiten der Vereinzelung und Traditionslosigkeit, in Zeiten der Oberflächlichkeit und Beliebigkeit. Doch wir bieten eine Gelegenheit für all jene, die sich diesem Geist entgegenstellen wollen. Lasst uns studentische Tradition, studentische Lieder, Freundschaft und Brüderlichkeit in unseren Herzen und Taten fortleben lassen! Stehen wir – hier und heute – symbolisch für das Fortbestehen deutscher studentischer Tradition! Singen wir weiterhin die Lieder, die schon vor Generationen gesungen wurden, leben wir weiterhin studentische, ja, deutsche Tradition! Darum sage ich: Stehen wir zusammen, liebe Bundesbrüder – auch in diesem Semester! Trotzen wir den Widrigkeiten, die unserer Thuringia nach wie vor entgegenstehen! Ganz im Sinne unseres Wahlspruches:Per Aspera ad Astra – stets das Auge zu den Sternen, egal, wie beschwerlich der Weg auch ist! Und so gebe ich uns, in meiner Funktion als Senior, für dieses Semester das Motto, das uns führen und leiten soll:                                                                                     Nicht der Pflicht nur zu genügen! Im hohen Cantus, der dieser Rede vorausging, haben wir es schon gehört – und in diesem Sinne wollen wir dieses neue Semester gestalten. Unsere Thuringia lebt nicht von halbherzigen Bekenntnissen, nicht davon, „dass man eben mal Zeit hat“, nicht von einem „Nebenbei“. Unsere Thuringia lebt von der Hingabe jedes einzelnen Bundesbruders, der nicht nurseiner Pflicht genügt, der nicht nur der Stunde lebt, sondern für diesen, unseren Bund lebt. Jeder Bundesbruder, der in diesem, unseren Bund nicht nur Bekanntschaft oder Zweckgemeinschaft sieht, sondern – aus sich selbst heraus – diesem Bund sein Herz geschenkt hat. Eine Aufgabe, liebe Brüder, die uns zuweilen vor Prüfungen stellt:Prüfungen der Geduld, Prüfungen des Verstehens, Prüfungen auch des Miteinanders. Mit großer Dankbarkeit und noch größerem Stolz stehe ich heute vor euch:Denn nicht nur in unserer steilen Activitas, sondern auch in unserem noch steileren Philisterium sehe ich diese Ansprüche bedingungslos verwirklicht. Liebe Bundesbrüder, unser Motto stehe nicht nur dafür – es stehe auch für unsere tiefe Glaubensüberzeugung, dass unser Bund auch die größten Mühen überwinden wird. Es stehe für die brüderliche Treue, die uns in diesem Semester tragen soll – und tragen wird! Hohe Corona – Nicht der Pflicht nur zu genügen! In diesem Sinne: VIVAT, CRESCAT, FLOREAT Thuringia ad multos annos! Ansprache des Seniors Bbr Pavarotti

Semesterantrittskneipe

Heute ist Thuringia Coburg mit Freude, Gemeinschaftsgeist und viel Tatendrang in das neue Wintersemester gestartet. Nach einem gemeinsamen Abendessen versammelten wir uns auf unserer Konstante zur feierlichen Antrittskneipe. Zahlreiche Gäste, Cartell-, Farben- und Bundesbrüder begleiteten uns an diesem Abend. Unser Senior führte würdig durch die Kneipe und stimmte uns in seiner Ansprache auf die kommenden Monate ein – auf neue Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen und gelebte Freundschaft. Im geselligen Inoffizium klang der Abend schließlich in bester studentischer Stimmung aus.Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gästen sowie unseren Farben- und Cartellbrüdern für diesen gelungenen Semesterauftakt!

Semmesterprogramm – Winter 2025/26

Wintersemester 2025/26 – 127. Couleursemester Mit großer Freudedürfen wir euch unser Semesterprogrammfür das Wintersemester 2025/26 präsentieren. Es ist uns ein besonderes Anliegen, ein abwechslungsreiches und inspirierendes Programm auf die Beine zu stellen, das Gemeinschaft, Austausch und gelebte Verbundenheit in den Mittelpunkt stellt. Freut euch auf spannende Veranstaltungen, bereichernde Begegnungen und viele schöne Momente im Kreis unserer Verbindung. Bitte seht dieses Semesterprogramm als offizielle Einladung, zu allen Veranstaltungen. Senior (X): Bbr Pavarotti Semesterprogramm (PDF)

Sommerfest der Schülerverbindungen

Am heutigen Tag besuchte eine Abordnung von uns das Sommerfest der Coburger Schülerverbindungen auf dem Schnürs Pavillon. In geselliger Atmosphäre kamen Aktive, Ehemalige und Gäste verschiedener Bünde zusammen – ein schönes Zeichen lebendiger Verbindungskultur in unserer Stadt. Für besondere Stimmung sorgte am Abend eine Live-Band, die mit ihrem Auftritt den festlichen Rahmen musikalisch untermalte und für viele gute Gespräche sowie beste Laune sorgte. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und die freundliche Gastfreundschaft. Der Austausch mit den Coburger Schülerverbindungen ist für uns immer wieder eine wertvolle Gelegenheit, Gemeinschaft über Generationen hinweg zu erleben und zu pflegen.

Ansprache des Seniors zur Semesterabschlusskneipe

Liebe Farben-, Cartell- & Bundesbrüder,liebe Gäste, liebe Damen wir sind heute hier zusammengekommen, um den Abschluss unseres Semesters zu feiern – und zugleich einen besonderen, ja historischen Moment in der Geschichte unserer Verbindung zu begehen. Denn dies ist nicht nur die letzte Kneipe dieses Semesters, sondern auch die letzte Kneipe, die wir in dieser Konstante feiern. Ein Ort, der für uns mehr war als nur vier Wände – er war Heimat, Treffpunkt, Ort des Lachens, des Diskutierens und des gemeinsamen Feierns. Wenn wir heute hier stehen, blicken wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Das lachende Auge dankt Gott und einander für all die Erlebnisse, Begegnungen und tiefen Gespräche, die wir hier erleben durften. Das weinende Auge blickt in eine offene, noch ungewisse Zukunft – nicht wissend, was genau uns erwartet. Diese Situation erinnert mich an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Auch das Volk Gottes stand damals an einem Wendepunkt – sie verließen einen vertrauten Ort, nicht, weil er perfekt war, sondern weil Gott sie zu etwas Neuem führte. Sie wussten nicht, wie der Weg aussehen würde, aber sie wussten, dass Gott mit ihnen geht. So wie die Israelitenmussten auch wir immer wieder lernen: Es braucht Vertrauen – in Gott und in die Gemeinschaft. Und genau darum geht es heute: Bundesbrüderliche Gemeinschaft und Zusammenhalt. Als katholische Studentenverbindung sind wir nicht nur ein Freundeskreis auf Zeit, sondern eine Lebensgemeinschaft, gegründet auffesten Prinzipien. Wir sind getragen von unserem Glauben, verbunden in unseren Farben und Werten, und gestärkt durch das Versprechen, füreinander einzustehen – ein Leben lang. Diese Gemeinschaft prägt nicht nur unser heutiges Miteinander, sondern auch meinen persönlichen Weg in den vergangenen Jahren. Zum 60. Stiftungsfest führte mich mein Weg – zurück aus Freiburg – wieder in meine Heimat Coburg. Damit begann ein ungewisses, aber spannendes Abenteuer, oft begleitet von dem Gefühl, dass es vielleicht keine Zukunft haben würde, hier bei unserer lb. Thuringia überhaupt nur einen Finger zu bewegen. Erst mit dem Aufruf und dem Beitritt einiger Bandinhaber – hier möchte ich besonders unseren Bundesbruder Hellmann erwähnen – nahm das Ganze Gestalt an. Bald darauf folgten die Stützburschen, wie unser Bundesbruder Pollack, die Verantwortung übernahmen und die Aktivitas stärkten. Schließlich durften wir zu Beginn des Wintersemesters 2024/25 neue Füxe begrüßen, die heute Abendfeierlich geburscht werden. Weitere unzählige Begegnungen, Freundschaften und Erlebnisse – ob hier in Coburg, im Cartellverband oder in der restlichen Korporswelt – prägten und stärkten diesen Weg, gaben ihm Tiefe und machten ihn zueiner Zeit, die ich nicht missen möchte. Das macht mich dankbar – und zuversichtlich. Dankbar, weil ich all diese Momente mit euch teilen durfte. Dankbar für die Gespräche, das gemeinsame Arbeiten, für die Abende, an denen wir zusammen gesungen, gestritten und gelacht haben. Und zuversichtlich, weil ich weiß: Auch wenn wir unsere vertraute Konstante verlassen, bleibt das Wichtigste bestehen –unser Bundesbrüderlicher Zusammenhalt, der uns wie ein unsichtbares Band verbindet. Die Israeliten wussten damals nicht, wie lange ihr Weg dauern würde, aber sie wussten: Das Ziel ist das Gelobte Land. Auch wir wissen nicht, wie unser Weg aussehen wird. Aber wir dürfen glauben, dass Gott mit uns geht. Wenn wir auf Ihn vertrauen und einander stützen, werden wir auch unsere „gelobte Heimat“ finden – einen neuen Ort, an dem Thuringiawachsen und blühen kann. Heute Abend ist also nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Aufbruch. Ein Moment, um dankbar zurückzublicken und mutig nach vorne zu sehen. Lasst uns diesen Abend genießen, wie es sich für Thuringia gehört – mit Freude, Würde und einem festen Blick auf das, was uns verbindet. Ich gebe das Seniorat heute mit einem dankbaren Herzen und vollerZuversicht ab. Möge Gott uns in allen kommenden Semestern begleiten – egal, wohin unser Weg uns führt. VIVAT CRESCAT FLOREAT Thuringiae ad multos annos! Ansprache des Seniors Bbr Bilbo

Semesterabschlusskneipe

Am heutigen Tag durfte wir eine festliche Semesterabschlusskneipe feiern – und der Kneipsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Farben-, Cartell- und Bundesbrüder aus vielen Teilen der Republik waren unserer Einladung gefolgt. Ebenso freuten wir uns über zahlreiche Damen, Freunde und Gäste, die den Abend bereicherten. Höhepunkt der Feierlichkeiten waren zwei feierliche Burschungen. In würdigem Rahmen wurden unsere Bundesbrüder in den Burschenstand erhoben – ein besonderer Moment, der die Verbundenheit mit unseren Prinzipien und unserer Gemeinschaft sichtbar machte. Nach einem gemeinsamen Kneipimbiss ging der Abend in einen fröhlichen Inoffiz über. Bei Liedern, Gesprächen und viel guter Stimmung saßen wir noch bis in die frühen Morgenstunden beisammen und pflegten alte Freundschaften ebenso wie neue Bekanntschaften. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Farben- und Cartellbrüdern sowie unseren Gästen für ihren studentischen Geist und diesen gelungenen, würdigen Abschluss des Semesters. Vivat, crescat, floreat Thuringia!

Staffelbergtag 2025

Am heutigen Tag nahm wir in strammer Mannstärke als Mitveranstalter am traditionellen Staffelbergtag des CV-Zirkels Obermain teil. Der gemeinsame Aufstieg auf den Staffelberg – weithin bekannt als „Berg der Franken“ – gehört seit Jahren fest zu unserem Verbindungsleben und verbindet Naturerlebnis mit Glauben und Gemeinschaft. Oben angekommen feierten wir gemeinsam die heilige Messe. Zusammen mit drei weiteren Chargenabordnungen vertraten wir sichtbar unsere Farben und setzten ein Zeichen für die lebendige Gemeinschaft katholischer Studentenverbindungen in der Region. Im Anschluss klang der Tag in geselliger Runde aus: Bei Bier, Bratwurst, Musik und studentischem Liedgut blieb viel Zeit für Gespräche, Begegnungen mit alten Bekannten und das Knüpfen neuer Freundschaften. So war auch dieser Staffelbergtag wieder ein gelebtes Zeichen unserer Prinzipien – Glaube, Freundschaft und Gemeinschaft unter freiem Himmel.