In memoriam Bbr El Torro

In memoriam – Im stillen Gedenken Wir trauert um unseren lieben Alten Herrn Rolf Fell v. El Torro 13. August 1943 – 08. Juni 2026 Rolf war unserer Studentenverbindung seit seiner Rezeption im Jahre 1963 in Treue verbunden. Als Bundesbruder hat er das Leben der Thuringia Coburg über Jahrzehnte hinweg mitgetragen, mitgestaltet und geprägt.Er wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen Alten Herrn, sondern einen geschätzten Weggefährten und Freund. Sein Wirken und sein Geist bleiben Teil von uns. Im Rahmen unseres 65. Stiftungsfestes werden wir ihm in einer Trauerkneipe ein ehrendes Andenken bewahren.Diese wird am Freitag, den 23. April 2027 sein. Fiducit! Toter Bruder

Ansprache des Conseniors zur Bonifatiuskneipe

Hohe Corona, alles Gute und Wichtige im Leben bedarf einer gebührenden Vorbereitung. Dazu gehört gerade auch eine Kneipe. Sowohl die Wahl des Liedguts, welches passend zum Thema sein sollte, als auch die Ansprache, die Überleitungen und all die Dinge, die ich gerade vergesse zu benennen. Es kann einem innerlich passieren, dass man denkt, überdenkt, zerdenkt und dabei quasi über die eigenen geistigen Füße stolpert. Frei nach dem Motto: „Der Mensch steht im Mittelpunkt und damit allem im Weg!“ Doch es stellt sich die Frage: Wer oder was steht denn eigentlich wirklich im Mittelpunkt – und welcher Mittelpunkt überhaupt? Je nachdem, welche Perspektive man bei diesem Experiment einnimmt, ergeben sich unterschiedlichste Antworten. Die Beantwortung gleicht quasi einer heisenbergschen Unschärferelation im geistigen Sinne. Beginnen wir sehr nüchtern mit der technischen Mittelpunktbetrachtung. Der Mittelpunkt einer Fläche ergibt sich als Integralfunktion der Fläche, wobei quasi die Summe der Teilschwerpunkte, multipliziert mit ihrer Teilfläche und geteilt durch die Gesamtfläche, den Flächenmittelpunkt bildet. Eine sehr beliebte Aufgabe für jeden technischen Studenten der Hochschule. Diese benötigt zwar eine besondere Liebe zur Mathematik, aber dies ist heute nicht der Mittelpunkt, den wir suchen. Diese Betrachtung ist wohl zu nüchtern. Fragt man nach dem Zentrum des Universums, so ergibt sich schnell eine interessante historische Betrachtung. Unsere katholische Kirche vertrat schließlich lange ein geozentrisches Weltbild. Die Sonne, die Sterne, das ganze Universum drehte sich um die Erde – also um Gottes Schöpfung. Es bedurfte eines Kopernikus und eines gewissen Herrn Galilei, um dieses Weltbild nachhaltig in Frage zu stellen. Quasi eine Mittelpunkts Verschiebung, die allerdings auf wenig Gegenliebe beim Papst und der Inquisition stieß. Galilei stellte sich 1633 dem Inquisitionsgericht und widerrief schließlich sein Werk „Dialogo“. Bei diesem Widerruf stand in Galileis Lebensmittelpunkt mit Sicherheit der Wunsch, nicht zu Händen der Inquisition den Stoffwechsel einzustellen. Bis die Kirche begann, das heliozentrische Weltbild zu akzeptieren, schrieb man das Jahr 1757. Es wurde das Verbot von Schriften aufgehoben, die das heliozentrische Weltbild vertraten. Stand der heutigen Forschung ist, dass auch die Sonne lediglich im Zentrum des beobachtbaren Universums steht, welches sich immer weiter ausdehnt. Damit ist dieser Mittelpunkt genauso bestimmt, wie er auch unbestimmt ist. Gehen wir weg vom großen Universum und betrachten eher das menschliche Dasein. So kann sich die Frage nach dem Mittelpunkt des menschlichen Handelns stellen. Einer Frage, die doch griffiger ist für unser eigenes Selbstverständnis. Was im Zentrum unseres Handelns liegt, hängt auch von der persönlichen Lebensphase ab. Für einen angehenden Studenten ist die Entscheidung für ein Studium, die potenzielle Ausrichtung des späteren Lebens nach der gewählten Disziplin, eine entscheidende Weichenstellung. Es bedarf einer Leidenschaft, gar einer Liebe, um durch ein Studium zu schreiten. Werden die Grenzen enger gezogen, hinein in ein Semester, so liegt das Zentrum natürlich auf den Fächern und ihren Prüfungen; schließlich liegt die Prüfungszeit just vor uns. Auch für die Wissenschaft, die Scientia, braucht man Liebe. Die Liebe zur nächsten Entdeckung, die einen leitet. Die Liebe zur Wahrheit. Der Blick auf Studium und Wissenschaft ist zwar durchaus griffig und wichtig, doch auch dies steht nicht im Zentrum des heutigen Abend: Ziehen wir den Kreis auf diesen Kneipsaal zusammen, dann steht das Amicitia-Prinzip im Vordergrund. Wir sind hier zusammen und teilen mit Sicherheit die Freude und im persönlichen Gespräch auch einmal das Leid. Dazu bedarf es ebenfalls der Liebe. Der christlichen Nächstenliebe aus unserem Religio-Prinzip und unserem festen Glauben. Somit sind Religio, Amicitia und Scientia eng und untrennbar miteinander verwoben, über liebe und Nächstenliebe. Auch unser Dachverband, der CV, stellt die Nächstenliebe in seinem Wahlspruch in den Mittelpunkt. Zur Erinnerung lautet dieser: „In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas.“ – Im Notwendigen Einigkeit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem die Nächstenliebe. Die Nächstenliebe umspannt alles und bildet das Gerüst des Handelns. Daher schließe ich mit den Worten: „In omnibus caritas!“ Ansprache des Conseniors Bbr Heisenberg

Fronleichnam

Christus zieht im Allerheiligsten durch die Straßen Coburgs – mitten hinein in das Leben unserer Stadt. Was die Kirche in jeder Heiligen Messe feiert, wird an Fronleichnam auf besondere Weise sichtbar: Jesus Christus ist in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtig. Deshalb bleibt der Glaube nicht hinter den Mauern der Kirche verborgen. Die Gläubigen tragen ihn hinaus auf die Straßen und bekennen öffentlich, dass Christus auch heute mitten unter den Menschen lebt und wirkt. Als katholische Studentenverbindung schließen wir uns diesem Bekenntnis an. Gemeinsam mit der Kirche bezeugen wir, dass Christus die Mitte unseres Lebens ist. Er schenkt sich uns im Sakrament des Altares und stärkt uns durch seine Gegenwart. Aus dieser Gemeinschaft mit ihm erwächst der Auftrag, den Glauben im Alltag zu leben und in Studium, Beruf und Gesellschaft glaubwürdig Zeugnis von ihm zu geben. Das Evangelium des Fronleichnamsfestes führt uns dabei zum Kern dieses Geheimnisses. Jesus spricht: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ In diesen Worten offenbart sich die ganze Tiefe der göttlichen Liebe: Christus gibt sich selbst zur Speise für die Welt und bleibt seiner Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit treu verbunden. Gerade deshalb ist die Fronleichnamsprozession weit mehr als ein festlicher Brauch. Sie macht sichtbar, was wir glauben: Der auferstandene Herr geht mit seinem Volk. Betend und singend folgen die Gläubigen Christus durch die Straßen Coburgs und bringen ihre Hoffnung und ihren Glauben in die Öffentlichkeit. So wird Fronleichnam zu einem Fest der Anbetung, der Dankbarkeit und der freudigen Gewissheit, dass Gott nicht fern ist, sondern mitten unter uns wohnt. Weitere Eindrücke von Fronleichnam 2026 in Coburg finden sich auf dem Instagram-Kanal der Pfarrgemeinde St. Augustin, Coburg: Instagram-Beitrag Fronleichnam 2026

Stiftungsfest e.v. Mainfranken im SB zu Würzburg

Der heutige Abend zeigte einmal mehr, wie vielfältig das Verbindungsleben sein kann. Da gleich mehrere Veranstaltungen auf dem Programm standen, teilten sich unsere Aktiven auf, um die Thuringia an verschiedenen Orten zu vertreten. Unser Hoher Senior (X) machte sich auf den Weg zum Stiftungsfest e.v. KDStV Palatina zu Amberg und Weiden, während unser Hoher Consenior (XX) die Farben unseres Bundes bei e.v. KDStV Cheruskia Würzburg vertrat. Gleichzeitig besuchten weitere Aktive das Stiftungsfest e.v. Mainfranken im Schwarzburgbund zu Würzburg. Dort wurde schnell deutlich, dass Freundschaften im Korporationswesen nicht an den Dachverbandsgrenzen enden. Gerade durch unsere Freundschaftsverbindung, e.v. KTV Grenzmark im SB! zu Schweinfurt, sind in den vergangenen Jahren viele Kontakte entstanden. Aus gemeinsamen Abenden sind Freundschaften geworden, die bis heute gepflegt werden. Entsprechend groß war die Freude über die zahlreichen Begegnungen und Wiedersehen. Gefeiert wurde auf dem Haus e.v. KStV Walhalla zu Würzburg, dessen besondere Atmosphäre den Abend von Beginn an prägte. Schon beim Betreten des Hauses war spürbar, dass hier ein Stück studentischer Geschichte lebendig ist. Obwohl die Mainfranken  keine aktive Studentengeneration mehr hat, lebt ihr Geist weiter. Vielmehr merkt man, dass die Verbindung und ihre Traditionen noch immer von den Alten Herren und Gästen mit großer Begeisterung getragen werden.Der Festkommers bildete den feierlichen Höhepunkt des Stiftungsfestes. Geschlagen wurde er von einem Farbenbruder der Mainfranken, der einige Tage zuvor seinen 90. Geburtstag feiern durfte.  Verbunden mit unserem Dank sprechen wir zugleich eine herzliche Gegenladung aus: Die Farbenbrüder e.v. Mainfranken sind jederzeit willkommen, uns in Coburg zu besuchen.

16. Stiftungsfest e.v. KDStV Palatina

Am heutigen Abend teilten sich die Aktiven auf und besuchten parallel drei verschiedene Veranstaltungen, um die Farben unserer Thuringia an unterschiedlichen Orten zu vertreten. Unser Hoher Senior vertrat unsbeim 16. Stiftungsfest e.v. KDStV Palatina zu Amberg und Weiden. Im festlichen Rahmen des Kommerses durfte er gemeinsam mit e.v. KDStV Ruperzia Regensburg und der gastgebenden Palatina chargieren. Neben den offiziellen Programmpunkten bot der Abend zahlreiche Gelegenheiten für anregende Gespräche, das Wiedersehen und den Austausch über die Grenzen der eigenen Verbindung hinaus. Wir danken der KDStV Palatina zu Amberg und Weiden von Herzen für die großzügige Gastfreundschaft, die hervorragende Organisation und die vielen schönen Begegnungen. Wir freuen uns bereits auf ein baldiges Wiedersehen. Verbunden mit unserem Dank sprechen wir zugleich eine herzliche Gegenladung aus: Die Cartellbrüder der Palatina und der Ruperzia sind jederzeit willkommen, uns in Coburg zu besuchen.

114. Stiftungsfest e.v. KDStV Falkenstein

Über das Pfingstwochenende vom 21. bis 25. Mai 2026 besuchten wir das 114. Stiftungsfest e.v. KDStV Falkenstein in Freiburg im Breisgau. Bereits in der Donnerstagnacht machten wir uns mit der Deutschen Bahn auf den Weg in den Breisgau, voller Vorfreude auf einige ereignisreiche Tage bei unseren Cartellbrüdern. Der Freitag begann mit einer ausführlichen Sightseeing-Tour durch die wunderschöne Universitätsstadt Freiburg. Die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden, den bekannten „Bächle“, den verwinkelten Gassen und den zahlreichen kleinen Cafés vermittelte sofort ein besonderes Lebensgefühl. Vorbei am Martinstor und Schwabentor führte uns der Weg durch die lebendige Innenstadt bis hin zum imposanten Freiburger Münster, das das Stadtbild weithin prägt. Ein besonderes Erlebnis war die Besteigung des Münsterturms. Nach vielen engen Stufen wurden wir mit einem atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt belohnt. Weit über die Dächer Freiburgs hinaus reichte die Sicht bis zum Schwarzwald und in die Rheinebene hinein. Auch das Innere des Münsters beeindruckte uns sehr: die hohen gotischen Gewölbe, die kunstvollen Glasfenster, der Hochaltar sowie die besondere Atmosphäre dieses jahrhundertealten Gotteshauses hinterließen einen bleibenden Eindruck.  Den Abend ließen wir gemeinsam beim Begrüßungsabend auf dem Falkenhaus ausklingen. In geselliger Atmosphäre wurden alte Bekanntschaften gepflegt und neue Freundschaften geschlossen. Donnerstagnacht Freitag Am Samstag (Festkommers) stand das eigentliche Highlight des Stiftungsfestes auf dem Programm: der gemeinsame Festkommers am Abend auf dem Haus e.v. KDStV Hohenstaufen. Der große Kneipsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und bot ein beeindruckendes Bild studentischer Tradition und Gemeinschaft. Auch wir waren mit einer Chargenabordnung vertreten und durften einen würdigen, festlichen und zugleich sehr geselligen Kommers erleben. Bei studentischem Liedgut, zahlreichen Gesprächen und bester Stimmung verging die Zeit wie im Flug, sodass dieser Tag erst in den frühen Morgenstunden auf dem Hohenstaufenhaus endete. Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der dem Festwochenende einen würdigen und geistlichen Rahmen verlieh. Anschließend traf man sich zum Frühschoppen im „Goldenen Anker“, wo in entspannter Atmosphäre weitergefeiert und diskutiert wurde.Am frühen Nachmittag ging es schließlich auf das „Berghaus“ in Altglashütten. Der kleine Ort liegt mitten im Hochschwarzwald und ist geprägt von dichter Natur, klarer Bergluft und einer beeindruckenden Landschaft. Fernab vom Trubel der Stadt bot sich hier die Möglichkeit, die Gemeinschaft in ruhiger und gemütlicher Umgebung weiter zu genießen. Gemeinsam mit den „Falken“ verbrachten wir dort einen wunderbaren Ausklang des Wochenendes bei Grillgut, kühlen Getränken und vielen guten Gesprächen. Am Montag ging es schließlich wieder zurück in die Heimat. Wir bedanken uns herzlich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft, einen wunderbaren Festkommers sowie für die vielen unvergesslichen Begegnungen und Gespräche. Gerne kommen wir wieder nach Freiburg und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit unseren Cartellbrüdern e.v. Falkenstein. Festkommers Sonntag Montag