114. Stiftungsfest e.v. KDStV Falkenstein

Über das Pfingstwochenende vom 21. bis 25. Mai 2026 besuchten wir das 114. Stiftungsfest e.v. KDStV Falkenstein in Freiburg im Breisgau. Bereits in der Donnerstagnacht machten wir uns mit der Deutschen Bahn auf den Weg in den Breisgau, voller Vorfreude auf einige ereignisreiche Tage bei unseren Cartellbrüdern. Der Freitag begann mit einer ausführlichen Sightseeing-Tour durch die wunderschöne Universitätsstadt Freiburg. Die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden, den bekannten „Bächle“, den verwinkelten Gassen und den zahlreichen kleinen Cafés vermittelte sofort ein besonderes Lebensgefühl. Vorbei am Martinstor und Schwabentor führte uns der Weg durch die lebendige Innenstadt bis hin zum imposanten Freiburger Münster, das das Stadtbild weithin prägt. Ein besonderes Erlebnis war die Besteigung des Münsterturms. Nach vielen engen Stufen wurden wir mit einem atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt belohnt. Weit über die Dächer Freiburgs hinaus reichte die Sicht bis zum Schwarzwald und in die Rheinebene hinein. Auch das Innere des Münsters beeindruckte uns sehr: die hohen gotischen Gewölbe, die kunstvollen Glasfenster, der Hochaltar sowie die besondere Atmosphäre dieses jahrhundertealten Gotteshauses hinterließen einen bleibenden Eindruck.  Den Abend ließen wir gemeinsam beim Begrüßungsabend auf dem Falkenhaus ausklingen. In geselliger Atmosphäre wurden alte Bekanntschaften gepflegt und neue Freundschaften geschlossen. Donnerstagnacht Freitag Am Samstag (Festkommers) stand das eigentliche Highlight des Stiftungsfestes auf dem Programm: der gemeinsame Festkommers am Abend auf dem Haus e.v. KDStV Hohenstaufen. Der große Kneipsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und bot ein beeindruckendes Bild studentischer Tradition und Gemeinschaft. Auch wir waren mit einer Chargenabordnung vertreten und durften einen würdigen, festlichen und zugleich sehr geselligen Kommers erleben. Bei studentischem Liedgut, zahlreichen Gesprächen und bester Stimmung verging die Zeit wie im Flug, sodass dieser Tag erst in den frühen Morgenstunden auf dem Hohenstaufenhaus endete. Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der dem Festwochenende einen würdigen und geistlichen Rahmen verlieh. Anschließend traf man sich zum Frühschoppen im „Goldenen Anker“, wo in entspannter Atmosphäre weitergefeiert und diskutiert wurde.Am frühen Nachmittag ging es schließlich auf das „Berghaus“ in Altglashütten. Der kleine Ort liegt mitten im Hochschwarzwald und ist geprägt von dichter Natur, klarer Bergluft und einer beeindruckenden Landschaft. Fernab vom Trubel der Stadt bot sich hier die Möglichkeit, die Gemeinschaft in ruhiger und gemütlicher Umgebung weiter zu genießen. Gemeinsam mit den „Falken“ verbrachten wir dort einen wunderbaren Ausklang des Wochenendes bei Grillgut, kühlen Getränken und vielen guten Gesprächen. Am Montag ging es schließlich wieder zurück in die Heimat. Wir bedanken uns herzlich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft, einen wunderbaren Festkommers sowie für die vielen unvergesslichen Begegnungen und Gespräche. Gerne kommen wir wieder nach Freiburg und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit unseren Cartellbrüdern e.v. Falkenstein. Festkommers Sonntag Montag

104. Katholikentag in Würzburg

„Hab Mut, steh auf!“ – Thuringia beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg Vom 13. bis 17. Mai 2026 war Würzburg Gastgeber des 104. Deutschen Katholikentages. Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ kamen zehntausende Gläubige aus ganz Deutschland zusammen, um Glauben zu feiern, Kirche zu erleben und über die Herausforderungen von Kirche und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Auch eine Delegation von uns nahm an diesem besonderen Ereignis teil. Bereits am Freitagmorgen stand ein Höhepunkt für die kath. Studentenverbindungen auf dem Programm: Im historischen Neumünster feierten zahlreiche Cartell- und Farbenbrüder gemeinsam mit Cartellbruder Bischof Franz Jung die Hl. Messe. In seiner Predigt ermutigte er die Anwesenden, ihren Glauben auch in einer zunehmend säkularen Gesellschaft mutig zu leben und Zeugnis für Christus abzulegen. Die gemeinsame Eucharistiefeier machte eindrucksvoll sichtbar, wie lebendig das katholische Verbindungswesen auch heute noch ist. Der Freitagabend war von einem gemeinsamen Festkommers aller kath Studentenverbindungen der Stadt Würzburg geprägt. Mehr als 250 Teilnehmer fanden sich zu diesem festlichen Abend zusammen und machten den Kommers zu einem eindrucksvollen Zeichen studentischer Gemeinschaft und katholischer Verbundenheit. Festredner war Weihbischof Paul Reder, der in seiner Rede die Bedeutung christlicher Werte, persönlicher Verantwortung und des Engagements junger Katholiken in Kirche und Gesellschaft hervorhob. Festgottesdienst mit Cbr Bischof Jung Festkommers Der Katholikentag bot zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung und vieler Gespräche. Besonders auf der Kirchenmeile entlang des Mains kamen wir mit vielen engagierten Christen, Orden, Verbänden und kirchlichen Initiativen ins Gespräch. Dort begegneten wir unter anderem dem bekannten Benediktinerpater und geistlichen Schriftsteller Anselm Grün aus der Abtei Münsterschwarzach sowie unserem Cartellbruder Abt Nikodemus Schnabel OSB aus Jerusalem, der eindrucksvoll über die Situation der Christen im Heiligen Land berichtete. Die Kirchenmeile zeigte eindrucksvoll die Vielfalt und Lebendigkeit der Kirche in Deutschland und weltweit. Für uns als Thuringen waren die Tage in Würzburg geprägt von gelebtem Glauben, inspirierenden Begegnungen und echter Gemeinschaft. Der Katholikentag hat deutlich gemacht, dass Kirche dort lebendig ist, wo Menschen ihren Glauben mutig leben und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Mit vielen neuen Eindrücken und gestärkt in unseren Prinzipien kehrten wir nach Coburg zurück – im Bewusstsein, dass das Leitwort des Katholikentages auch für uns Auftrag bleibt: „Hab Mut, steh auf!“

Hl. Messe im Bamberger Dom

Wie bereits im vergangenen Jahr chargierten wir gemeinsam mit zahlreichen fränkischen Cartell- und Farbenbrüdern im Hohen Dom zu Bamberg zum traditionellen „Papstsonntag“. In feierlicher Atmosphäre wurde dabei nicht nur die besondere Verbundenheit des Erzbistums Bamberg mit dem Heiligen Vater sichtbar, sondern auch die lebendige Gemeinschaft katholischer Korporationen in Franken. In seiner Predigt würdigte der emeritierte Erzbischof Ludwig Schick Papst Leo XIV. als „moralische Autorität“ in einer oftmals zerrissenen Welt und erinnerte zugleich an die jahrhundertealte enge Verbindung Bambergs zum Papsttum – eine Beziehung, die bis zur Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde zurückreicht. Besonders eindrucksvoll bleibt dabei die Erinnerung an den Bamberger Bischof Suitger, der als Papst Clemens II. in die Geschichte einging und bis heute im Bamberger Dom seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Nach der gut besuchten Pontifikalmesse durfte natürlich auch der traditionelle Ausklang nicht fehlen: Im legendären Schlenkerla klang der Tag bei rauchigem Bier, fränkischer Küche und vielen guten Gesprächen in bester Couleurstudentischer Atmosphäre aus. So wurde der „Papstsonntag“ erneut zu einem eindrucksvollen Zeichen gelebter Freundschaft, katholischer Tradition und fränkischer Geselligkeit. Predigt (PDF)

Liederkneipe auf dem Schnürs Pavillon

Concordia, Cantus, Cervisia! Ganz im Geiste studentischer Tradition und getragen von echter Sanges- und Trunkfreude beehrten wir die Liederkneipe der Coburger Schülerverbindungen. In geselliger Runde, bei klangvollen studentischen Liedern und manch kühlem Bier, durften wir erneut einen Abend erleben, der von Gemeinschaft, Frohsinn und echter Verbundenheit geprägt war. Wie so oft wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht: Die herzliche Atmosphäre, das gemeinsame Singen alter und vertrauter Weisen sowie die zahlreichen guten Gespräche mit unseren lieben Farbenbrüdern machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Zwischen Tradition und Geselligkeit zeigte sich einmal mehr, was studentisches Verbindungsleben ausmacht – Freundschaft, Zusammenhalt und die Freude an gemeinsam verbrachter Zeit. Für die überaus freundliche Aufnahme und die hervorragende Gastfreundschaft möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen. Gerne blicken wir auf diesen gelungenen Abend zurück und freuen uns bereits auf ein baldiges Wiedersehen!

Die ersten Töne zum nächsten Stiftungsfest

Bereits wenige Tage nach unserem 64. Stiftungsfest kamen einige unserer Aktiven erneut zusammen. In geselliger Runde, bei einem kühlen Getränk und bester Stimmung, wurde nicht nur auf die vergangenen Tage zurückgeblickt, sondern zugleich der Blick nach vorne gerichtet. Schnell war klar: Die gemeinsamen Stunden, die vielen gesungenen Lieder und die besondere Atmosphäre unseres Stiftungsfestes sollten nicht einfach verhallen. So entstand die Idee, ein neues Liederheft für unser nächstes – und viele weitere kommende – Stiftungsfeste auf den Weg zu bringen. Mit viel Herzblut, zahlreichen Ideen und mancher musikalischen Diskussion wurde bereits an ersten Konzepten gearbeitet. Welche Lieder ihren Platz finden, welche neuen Gedanken eingebracht werden und wie sich dieses Projekt weiterentwickelt, wird unsere Bundesbrüder nach und nach auf den kommenden Conventen begleiten. Und der Rest der Welt? Der darf gespannt bleiben. Erste Einblicke wird es immer wieder hier auf unserer Homepage geben – oder spätestens beim nächsten Stiftungsfest vom 23. bis 25. April 2027, wenn vielleicht schon die ersten neuen Klänge durch unsere Reihen erschallen.

64. Stiftungsfest

Dieses Wochenende haben wir gemeinsam unser 64. Stiftungsfest vom 24. bis 26. April 2026 gefeiert. (Um die Bilder zur jeweiligen Veranstaltung anzeigen zu können, bitte auf den Titel der Bildergalerie klicken; und um die jeweilige Aufnahme besser erkennen zu können – anklicken!) TrauerkneipeAm Freitagabend haben wir in unserer internen Trauerkneipe der seit dem letzten Stiftungsfest verstorbenen Bundesbrüder gedacht. Diese in Coburg besondere Form der Trauerkneipe wird bewusst gesammelt vor der offiziellen Eröffnung abgehalten und vom Philistersenior (Phil-X) geschlagen. Sie hat ihren Ursprung in der Zeit, als sich alle Thuringen ohne feste Aktivitas in Coburg versammelten, um gemeinsam ihrer Verstorbenen zu gedenken. Im Anschluss haben wir den Kneipraum in Stille verlassen und sind in den geselligen Teil des Abends übergegangen. BegrüßungsabendDer anschließende Begrüßungsabend fand traditionell im Münchner Hofbräu in Coburg statt. Unser Aktiven-Senior (X) eröffnete das Stiftungsfest mit einigen Worten und stimmte uns auf das Wochenende ein. Rund 50 Teilnehmer sowie spontane Gäste, unter anderem von der Schülerverbindung Ernestina, sorgten für einen gelungenen Auftakt. Der Abend war geprägt von geselligen Gesprächen, Wiedersehen und neuen Begegnungen und hat den stimmungsvollen Start in unser gemeinsames Stiftungsfestwochenende eingestimmt. Trauerkneipe Begrüßungsabend FrühschoppenDen Samstag begannen wir gemeinsam mit den bereits am Freitag angereisten Gästen mit unserem traditionellen Frühschoppen auf der Veste Coburg. Den Aufstieg bewältigten wir mit dem Stadtbus und wurden oben mit einem beeindruckenden Blick über Coburg und das Umland belohnt, der zum Verweilen und Austausch einlud. Anschließend ging es zu Fuß durch den Hofgarten zurück in die Stadt. Am Nachmittag hatten unsere Gäste die Wahl zwischen einer Stadtführung durch Coburg und einer Gruft- und Kirchenführung in der Pfarrkirche St. Augustin. Währenddessen hielten wir unseren Cumulativ Convent ab und widmeten uns den internen Angelegenheiten unseres Bundes. FestkommersAm Abend versammelten wir uns im Restaurant CasaMia zu einem festlichen Abend bei italienischem Essen; und anschließendem Festkommers. Der Saal war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Besonders freuten wir uns, insgesamt 18 Gastchargierte begrüßen zu dürfen. Darunter waren u. a. e.v. IV Hildburgia zu Coburg, e.v. KDStV Palatina zu Amberg und Weiden im CV, e.v. KDStV Alcimonia zu Eichstätt im CV, e.v. KDStV Fredericia Bamberg im CV,  e.v. KDStV Franco-Raetia zu Würzburg im CV, e.s.v. KDStV Markomannia Würzburg im CV sowie mit e.v. KTV Grenzmark zu Schweinfurt im SB! und e.v. KÖStV Thuringia Wien im MKV – die letzten beiden Studentenverbindungen sind unsere  Freundschaftsverbindungen. Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzte unser Festredner, Cartellbruder Haribo, welcher uns mit seinem Vortrag zum Thema Wissenschaft spannende Impulse und neue Denkanstöße mit auf den Weg gab. Der Höhepunkt des Abends waren schließlich die Burschungen: Unsere Füxe erhielten feierlich ihre Burschenbänder sowie ihre Verbindungsnamen „Heisenberg“ und „Mieze“. Weitere Bilder vom Festkommers folgen … Frühschoppen & Stadtführung Festkommers FestgottesdienstAm Sonntag, dem letzten Tag, kamen wir noch einmal in besonderer Weise zusammen. Den Abschluss bildete unser gemeinsamer Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Augustin. In würdigem Rahmen feierten wir die Heilige Messe, an welcher unser Bundesbruder Reinhold Seidl als Konzelebrant dabei war. Besonders freuten wir uns darüber, dass auch am Sonntag noch zahlreiche Gastchargierte unter uns waren und gemeinsam mit uns den Gottesdienst feierten. Für diese Verbundenheit und die gemeinsame Feier danken wir herzlich. Ausklang Nach dem Festgottesdienst gingen wir gemeinsam zum Ausklang. In der Gaststätte Münchner Hofbräu – in welcher wir mit dem Begrüßungsabend begonnen! – kamen wir noch einmal mit zahlreiche Gäste zusammen. In vielen Gesprächen und Begegnungen wurde deutlich, wie sehr uns diese Tage geprägt haben – getragen von Gemeinschaft, Tradition und echter Verbundenheit. Schon heute blicken wir nach vorne: Wir freuen uns auf unser 65. Stiftungsfest vom 23. bis 25. April 2027 und laden hierzu bereits jetzt herzlich ein. Informationen und laufende Neuigkeiten zu dieser großen Veranstaltung finden sich auf unserer Stiftungsfestseite „65. Stiftungsfest“. Festgottesdienst Ausklang

Ansprache des Seniors zum 64. Stiftungsfest

Hohe Festcorona,liebe Farben-, Cartell- und Bundesbrüder,werte Damen und Gäste! als Senior unserer lieben KSTV Thuringia Coburg ist es mir eine besondere Ehre und Freude, euch alle erneut zum Stiftungsfest begrüßen zu dürfen. Ein Stiftungsfest ist immer ein Moment des Innehaltens – ein Fest, bei dem wir die Brücke schlagen zwischen unserer stolzen Tradition und der lebendigen Gegenwart. Das Thema, das wir uns in diesem Jahr gegeben haben, ist eines der drei Grundpfeiler unseres Cartellverbandes: Scientia. Die Wissenschaft. Wenn wir heute über „Scientia“ sprechen, dann meinen wir damit nicht nur das hastige Büffeln für die nächste Klausur oder das strategische Sammeln von Credit Points, um das BAföG-Amt gnädig zu stimmen. Scientia ist für uns mehr. Es ist die Neugier, die Welt zu verstehen, und der Wille, den Dingen auf den Grund zu gehen. Unsere Thuringia ist – wie so viele Verbindungen – aus dem gemeinsamen Studium erwachsen. Aus der Erkenntnis heraus, dass man die Herausforderungen des Geistes (und die Tücken der Professoren) gemeinsam besser meistert als allein. „Wissenschaft ist das Wissen, das man sich aneignet,während man eigentlich auf der Suche nach etwas ganz anderem war.“  Manchmal frage ich mich, wo bei uns die Grenze zwischen „Scientia“ und „Geselligkeit“ verläuft. Wir wissen alle: Ein tiefgreifendes Gespräch an der Theke kann manchmal lehrreicher sein als eine vierstündige Vorlesung über Statistik – auch wenn die statistische Wahrscheinlichkeit, am nächsten Morgen Kopfschmerzen zu haben, nach einem Abend an der Theke vermutlich höher liegt. Aber im Ernst: Das gemeinsame Studium schweißt zusammen. Es ist das gegenseitige Erklären von komplexen Sachverhalten in der Lerngruppe, das Korrekturlesen der Hausarbeit des Bundesbruders und der intellektuelle Austausch, der über den eigenen Tellerrand des Studienfachs hinausgeht. Das ist die wahre „Scientia“ der Thuringia: Interdisziplinarität, bevor das Wort überhaupt in Mode kam. Wissenschaft ohne Werte ist leer. Als Thuringen wissen wir, dass Wissen allein nicht ausreicht. Unsere Prinzipien – Religio, Scientia, Amicitia – stehen nicht isoliert nebeneinander. Die Scientia gibt uns die Werkzeuge an die Hand. Die Religio gibt uns den moralischen Kompass. Die Amicitia gibt uns den Rückhalt, beides in die Welt zu tragen. In einer Zeit, in der „alternative Fakten“ Konjunktur haben und die Komplexität der Welt viele Menschen überfordert, ist es unsere Aufgabe als Akademiker, besonnen zu bleiben. Wir streben nach Wahrheit, nicht nach Bestätigung unserer eigenen Meinung. Liebe Bundesbrüder, wenn wir heute feiern, dann feiern wir auch den Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen. Wir sehen hier im Saal Bundes- Cartell und Farbenbrüder, die ihr Studium längst erfolgreich abgeschlossen haben und als Philister fest im Leben stehen, und junge Aktive, die gerade erst lernen, wie man eine wissenschaftliche Quelle von einem Wikipedia-Artikel unterscheidet. Dieser Generationenvertrag ist es, der uns stark macht. Der Austausch zwischen Erfahrung und frischem Geist ist die lebendige Form der Scientia. Ich versprach, mich kurzzuhalten – denn auch das ist eine wissenschaftliche Erkenntnis: Die Aufnahmefähigkeit des Publikums sinkt proportional zur Erwärmung des Bieres im Glas. Lasst uns heute Abend das Wissen feiern, aber vor allem die Freundschaft, die durch dieses Wissen entstanden ist. Möge unsere KSTV Thuringia Coburg weiterhin ein Ort sein, an dem der Geist wächst und das Herz Heimat findet. Ich erhebe mein Glas auf unsere liebe Thuringia, auf die Wissenschaft und auf eine unvergessliche Festnacht! Vivat, crescat, floreat Thuringia Coburg ad multos annos! Ansprache des Seniors Bbr Rumpelstielchen

Burschenprüfung(en)

Burschenprüfung ex! Mit großer Freude dürfen wir verkünden, dass zwei unserer Füxe erfolgreich den letzten Schritt auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft gemeistert haben: Beide traten zur Burschenprüfung an und bestanden diese mit Bravour. In der Prüfung stellten sie ihr Wissen über die Prinzipien, Geschichte und Traditionen unserer Verbindung ebenso unter Beweis wie ihr Engagement und ihre Verbundenheit zur Gemeinschaft. Damit haben sie gezeigt, dass sie bereit sind, künftig als Burschen Verantwortung im Bundesleben zu übernehmen und die Ideale unserer Verbindung aktiv mitzutragen. Ein solcher Erfolg muss selbstverständlich gebührend gefeiert werden: Den Abend ließen wir daher in geselliger Runde bei bestem Wetter im Coburger Hofgarten feucht-fröhlich ausklingen. Zwischen guten Gesprächen, viel Gelächter und studentischer Geselligkeit wurde auf die frischgebackenen Burschen angestoßen und dieser besondere Meilenstein gemeinsam gefeiert.